mein körper ist mein größter lehrer

Ich kann ihn meißeln, ich kann ihn stärken,
ich kann ihn entspannen, ich kann ihn loslassen,
ich kann ihn ignorieren, ich kann auf ihn hören.

Ich kann meine Wahrnehmung für ihn schulen, ich kann meine Sinne für alles um mich herum verschärfen.
Ich kann berühren, hören, riechen, schmecken, sehen.
Ich kann beobachten und fühlen.

Wenn ich Entscheidungen treffe, kommen sie nur noch wenig aus meinem Kopf, sondern zu großen Teilen aus der Gesamtheit meines Körpergefühls. Aus einer engen oder weiten Brust.
Ich folge dem, was mir Energie gibt und möchte mich aus den Dingen herausziehen, die mich Energie kosten.

Mein Körper ist rezeptiv und expressiv zugleich.

Ich kann mich zeigen und anderen Menschen begegnen,
vielleicht manchmal am besten ohne Worte. Durch Körpersprache, Bewegung, Berührung, Blickkontakt, durch die Art, wie ich mich kleide. Dadurch, wie ich meine Emotionen zeigen kann, durch meinen Mut und die Bereitschaft, gesehen zu werden.

Im Krafttraining fühle ich meinen Ehrgeiz und meine Stärke,
im Yoga meine Neugierde,
im Tanz fühle ich mich frei und
in der Stille fühle ich mich im Frieden.

Genauso mag ich es, Vernunft und Routinen loszulassen und zu tun, was ich möchte. Zu wenig zu schlafen und ein Glas zu viel zu trinken. Dann finde ich mich im Chaos und spüre wieder, auf welche Wohlfühl-Baseline ich zurückkehren mag.

Je besser ich meinen Körper kennenlerne,
je mehr Bewegungen ich erforsche und übe,
je feiner ich mit ihm wahrnehmen und mich ausdrücken kann, desto mehr Begegnung und Verbindung fühle ich.

Weil ich übe, wie ich mein Innenleben in meine Körpersprache übersetze.
Weil ich ausdrücken kann, was ich wahrnehme.

Ich übe, in Gesprächen ganz bei mir zu bleiben. Ich kann auch üben, meine volle Aufmerksamkeit meinem Gegenüber zu schenken, meine Sinne zu schärfen und „nur“ zuzuhören, statt darauf zu warten, dass ich wieder reden darf oder muss.

Ich kann nur so tief mit anderen Menschen in Verbindung treten, wie ich bereit bin, mir selbst zu begegnen.

Mein Körper ist das Werkzeug dazwischen - ein Handwerk von Wahrnehmung und Ausdruck, das ich lebenslang verfeinern möchte.

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das große träumen mit einem alten nervensystem

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spiritualität mit boden - podcast #2