”Wie viele Leben hast du schon gelebt?”, fragen mich Freunde,
wenn ich von all den verschiedenen Dingen erzähle, die ich schon ausprobieren durfte.
Ich war ein ruhiges, überlegtes Kind und entdecke erst über die Jahre zunehmend meine kindliche Neugierde.
Mit Dankbarkeit genieße ich es, so viel ausprobieren zu können und das große, seltsame Leben und Menschsein zu erforschen.
Ich bin in einer Autowerkstatt aufgewachsen, inmitten von Fleiß und Leidenschaft. Dort habe ich beobachtet, wie Handwerk, Arbeit, Familie, Freizeit und Freundschaft ineinander übergehen und von einem verbindenden Element, der Liebe für Motorsport und Technik, getragen wird. Dieser Ort besteht bis heute und ist mein wertvolles Zuhause.
Meine erste Antwort auf die Frage, was ich werden möchte, war: Menschen langfristig gesund halten, sodass sie ihrer Leidenschaft nachgehen können. Ich wollte verstehen, wie ich “meine Schrauber” so umsorgen kann, dass sie körperlich und mental lange ihrer Passion nachgehen können.
Wie werden unsere Träume für uns sicht- und greifbar?
Wie können wir unsere Visionen in Handlungen umsetzen?
Welche gesundheitliche Basis brauchen wir für ein erfülltes Leben?
Wie kultivieren wir Gesundheit als Fundament für Lebendigkeit und Bewusstsein?
Bis heute tragen mich diese großen Fragen durch alles, was ich lerne und tue.
Der Sport
Auf der Frage nach Gesundheit war meine erste Station die Ernährung. Ich wurde mit 15 vegan, mit dieser Überzeugung inspirierte (oder missionierte) ich zunächst erfolgreich in meiner Jahrgangsstufe. Darauf folgten verschiedene Ernährungsformen, die ich studierte und probierte. Nach der Schule ging ich jeden Abend ins Krafttraining und liebte es, mehr über meinen Körper und Bewegungen zu lernen und selbst zu erfahren. Ich wurde durch glückliche Fügungen, Freunde aus dem Oldschool-Bodybuilding, mentale Klarheit und harte Diät deutsche Jugendmeisterin im Bikini-Bodybuilding und liebte es, meinen Körper nach meinen inneren Vorstellungen präzise wie aus Stein meißeln zu können.
Der Erfolg im Leistungssport gab mir eine neue Identität, die mich schnell langweilte: Es machte mir Angst, dass ich nun scheinbar nur über meinen Körper definiert wurde. Der Sport verlangte viel von mir und ich wollte noch so viel mehr vom Leben! Ich wollte meinen Ehrgeiz auf einem anderen Weg ausdrücken und stürzte mich in eine neue Herausforderung:
Ich ging zum Militär und begann mein Medizinstudium.
Die Medizin
Meine Anfangseuphorie des Studiums dauerte ein Jahr, bis ich langsam realisierte, dass ich selbst in diesem langen Studium keine Antworten auf meine Fragen finde. Ich lernte die geniale Akutmedizin und Pathologien kennen, wobei der Fokus auf Krankheit und Symptombekämpfung lag. Leider sprengen meine Herzensfragen nach Prävention, Wohlbefinden, Lebensenergie und dem Gesundbleiben den Rahmen des Medizinstudiums.
Nicht selten habe ich in den letzten Jahren gezweifelt, mich allein gefühlt und überlegt, einen anderen Weg einzuschlagen - um aus einer völlig anderen Perspektive auf den Mensch blicken zu können.
Mit genügend Kontrastprogramm zum Studium bin ich inzwischen in den letzten Zügen dieser langen, medizinischen Grundausbildung angekommen.
Neben meinem Medizinstudium
begann ich selbst, mir das “Gesundbleiben” beizubringen.
Ich musste in der Zeit meines Studiums lernen, von meinem geraden, erdachten Karriereweg abzusehen. Ich musste üben, meine von Ehrgeiz geprägte Identität loszulassen. Ich habe das Gefühl, nicht reinzupassen, so lange ausgehalten, bis ich neue Perspektiven sehen konnte - nur so konnte ich Chaos erlauben und mutig unkonventionelle Entscheidungen treffen. Meine Frustration und unbeantworteten Fragen aus der Uni inspirierten mich, einen Schritt von meiner Rolle als Medizinstudentin zurückzutreten und meinen eigenen Werkzeugkoffer für Gesundheit, Energie und Lebendigkeit zu packen.
Auch mein eigener Körper zeigte mir mit verschiedenen Symptomen, dass ich ihm lange Zeit nur mit Härte, Druck und Stress begegnete. Subtil, aber ganz nah und spürbar wusste ich, dass ich anders leben muss und möchte.
In Selbststudium und Weiterbildungen lernte ich ganzheitliche Ernährung, öffnete meinen Blick durch Astrologie, schulte meine Sinne durch Klang und Musik, erweiterte mein Bewegungsverständnis durch Yoga, las unzählige Bücher verschiedener Philosophien. Ich lernte Künstler, Pioniere, Unternehmer und Ärzte kennen, die mich inspirierten und bestärkten. Es war die Zeit der Pandemie, die es mir erlaubte, in der Heimat, auf Rennstrecken und in der Werkstatt wiederzuentdecken, was mich eigentlich antreibt.
Ich lernte, mich selbst, meinen Körper und meinen Alltag zu hinterfragen und dann mit neuem Blick zu begreifen.
Ich lernte, meinen Wandel und all meine Gegensätze zu lieben. Ich übte mich in Introspektion und schaute mit Liebe auf alle Anteile von mir. Ich lernte, nicht mehr alles verstehen und rationalisieren zu wollen, sondern meine Neugierde durch mich fließen zu lassen.
Ich bin ewiger Schüler
und kreise mit all meinen Interessen und Fragen um eine Essenz, die sich schwer greifen lässt:
Was macht uns Menschen lebendig?
Vielleicht werde ich nie klare Antworten auf meine großen Fragen finden.
Vielleicht dürfen sie Fragen bleiben - auch ohne Antworten treiben sie mich an, zu handeln, mich zu bewegen, bewusster zu werden, zu wachsen, präsent zu sein, mich zu verbinden.
Unser Wohlfühlen und unsere Gesundheit sind multifaktoriell und beginnen damit, wie wir uns selbst sehen:
Welche Werte wir leben, welches “gute Leben” wir anstreben.
Wollen wir gesund sein oder werden, nur um möglichst lange zu leben?
Wollen wir nicht eigentlich mehr fühlen, mehr leben, mehr erfahren
und unsere Gesundheit als Voraussetzung oder Kompass betrachten?
Wenn ich Gesundheit definieren möchte, kann ich die Art, wie ich die Welt wahrnehme und mit ihr interagiere, nicht außer Acht lassen.
Für die Träumer und Macher dieser Welt
Ich glaube, dass Zauber und wertvolle Träume in jedem Menschen schlummern - ein unendliches Potential für eine kreative und lebendige Welt, für das Leben.
Ich bin fasziniert von den Möglichkeiten, die wir mit unserem einzigartigen Körper haben, diese Träume freizulegen.
Durch die Entschlossenheit, wirken zu wollen. Durch den Mut, in einer großen, schnellen, chaotischen Welt in den kleinsten Dingen Mensch zu sein. Durch Wahrnehmung, Bewusstsein, und Eigenverantwortung -
und vielleicht noch durch weitere individuelle Werkzeuge, die darauf warten, von dir entdeckt zu werden.
Medizinstudentin (6. Jahr)
Ganzheitliche Ernährungsberaterin (Akademie der Naturheilkunde)
Yogatherapie 100H (Susan Michel, München)
Life & Success Coach, Inner World Practitioner (Liza Leiss)
Evolutionary Astrologer (Daisy Clementine Douglas)
Grundausbildung Regenerationsmedizin (MOJO Institut) i.A.
MTMT Methode (MTMT Life) i.A.
ERFAHRUNGEN